Diagnostik und Integration


Diagnostik und Integration sind Bestandteile der Arbeit an einer Förderschule für Erziehungshilfe. Das Beobachten und das entsprechende individuelle Fördern jedes einzelnen Schülers ist für das pädagogische Personal unserer Schule ein wichtiger Teil der täglichen Arbeit. Die positive Persönlichkeitsentwicklung und der Abbau von Verhaltensauffälligkeiten hat dabei immer das Ziel, die Schüler unserer Schule wieder im Regelschulbereich zu integrieren.

Bevor ein Schüler jedoch an unserer Schule individuelle sonderpädagogische Förderung erfährt oder über eine integrative Beschulung nachgedacht wird, bemühen sich Regelschullehrer und Eltern mit allen Mitteln um eine positive Entwicklung des Kindes. Manchmal muss man jedoch feststellen, dass ein Kind trotz individueller Hilfe und Unterstützung nicht hinreichend in die Klasse der Regelschule eingegliedert werden kann. Und dann?

Diagnostik

Stellen Sie als Klassenleiter, Fachlehrer, Schulleitung oder Eltern fest, dass ein Kind sowohl in der Schule als auch zu Hause gravierende Auffälligkeiten im Verhalten zeigt, kann nach Rücksprache mit allen Betroffenen ein Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs hinsichtlich der emotionalen und sozialen Entwicklung durch die besuchte Schule (Grund- und Mittelschule, Gymnasium) beantragt werden. Dabei ist es wichtig, den Förderbedarf möglichst frühzeitig zu erkennen, um dem Kind schnell und effektiv helfen zu können.


Integration

Wird festgestellt, dass bei einem Schüler sonderpädagogischer Förderbedarf hinsichtlich der emotionalen und sozialen Entwicklung besteht, stellt die Integration eine besondere Form der sonderpädagogischen Förderung dar. Für die weitere Beschulung eines Schülers an der Regelschule müssen deshalb bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden und es wird eine weitere Antragstellung notwendig.

Die Integration der Schüler wird durch unsere Kooperationsberaterin begleitet. Sie ist Ansprechpartner sowohl für die integrierten Schüler als auch für die Lehrer an den entsprechenden Schulen.


Die Schüler, die nach Beendigung des Feststellungsverfahrens zum Besuch der Schule für Erziehungshilfe verpflichtet wurden, können nach intensiver sonderpädagogischer Förderung und entsprechend positiver Persönlichkeitsentwicklung in eine andere Förderschule (nach §15 Abs. 1 und 2 SOFS) oder Mittelschule (nach §16 Abs. 1 und 2 SOFS) integriert werden. Dazu kann

  • entweder der sonderpädagogischen Förderbedarf hinsichtlich der emotionalen und sozialen Entwicklung aufgehoben werden
  • oder eine integrative Beschulung beantragt werden.