Gesetzliche Grundlagen der Förderschule für Erziehungshilfe


Schulgesetz des Freistaates Sachsen

(vom 26.8.2004)
§13 Abs.1 Allgemein bildende Förderschulen (Auszüge)

(1) Schüler, die wegen der Beeinträchtigung einer oder mehrerer physischer oder psychischer Funktionen auch durch besondere Hilfen in den anderen allgemein bildenden Schulen nicht oder nicht hinreichend integriert werden können und deshalb über einen längeren Zeitraum einer sonderpädagogischen Förderung bedürfen, werden in der Förderschule unterrichtet. [...]

Schulordnung Förderschulen (SOFS)

§9 Aufgabe und Aufbau der Schule für Erziehungshilfe

(1) An der Schule für Erziehungshilfe werden sowohl solche Schüler unterrichtet und betreut, deren Verhaltensauffälligkeiten Folgen von Entwicklungsstörungen oder traumatischen Erlebnissen sind und die durch besondere Fördermaßnahmen wieder abgebaut werden können als auch solche Schüler, deren Auffälligkeiten im Verhaltens- und Leistungsbereich zugleich auch oder ausschließlich auf sozio-kulturelle Einflüsse zurückzuführen sind und bei denen die öffentliche oder freie Jugendhilfe bereits Hilfe zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe leistet.

(2) Die Schule für Erziehungshilfe umfasst in der Regel die Klassenstufen 1 bis 4, wobei der Unterricht in diesen Klassen nach den Lernplänen der Grundschule erfolgt. Umfasst die Schule für Erziehungshilfe mit Zustimmung des Staatsministeriums für Kultus ausnahmsweise die Klassenstufen 1 bis 10, erfolgt der Unterricht nach den Lehrplänen der Grundschule und der Mittelschule; die Abschlüsse der Mittelschule können erworben werden. Mit Zustimmung des Staatsministeriums für Kultus können an der Schule für Erziehungshilfe auch Klassen für verhaltensauffällige und zugleich lernbehinderte Schüler eingerichtet werden (Klassenstufe 1 bis 9). Der Unterricht in diesen Klassen erfolgt nach den Lehrplänen der Schule für Lernbehinderte.