Unser Schulprogramm (Auszüge):

Unser Leitziel:
"In der Gemeinschaft lernen bedeutet gemeinsam dazulernen"

Schulalltag
Schülerinnen und Schüler, deren sonderpädagogischer Förderbedarf im Bereich "emotionale/soziale Entwicklung" an der Schule "Am Leubnitzbach" - Förderschule für Erziehungshilfe realisiert wird, sind zum Erlernen normgerechter und erwünschter Verhaltensweisen auf eine strukturierte und konsequente Lernumgebung angewiesen. Eine klare Tagesstruktur und klare Regeln für das gemeinsame Lernen erleichtern das Zusammenleben und ermöglichen direkte Verhaltensrückmeldungen. Es ist deshalb notwendig, dass Pädagogen und Schüler die Regeln kennen und einhalten. Wir unterstützen unsere Schüler bei der Reflexion ihres Verhaltens durch zeitnahe Auswertung und durch Aufzeigen alternativer Verhaltensweisen.

Sonderpädagogische Förderung
Sonderpädagogische Förderung bedeutet an unserer Schule für Erziehungshilfe Bildung und Erziehung in Einklang zu bringen. Klare Regeln und Normen im Unterricht geben unseren Schülern Halt und Sicherheit und ermöglichen einen erfolgreichen Unterricht. So zum Beispiel:

  • Morgenkreis in den Klassen 5/6
  • Ritualisierungen wie tägliche Übungen
  • gemeinsame Kontrolle und Auswertung des Verhaltens
  • gemeinsames Setzen von Lern- und Verhaltenszielen
Im Förderunterricht wird auf folgende Schwerpunkte geachtet:
  • Verbesserung des Sozialverhaltens (Aufbau sozialer Kompetenzen und Selbstkompetenzen)
  • Verbesserung der Konzentrations- und Entspannungsfähigkeit
Um jedem Schüler eine optimale Förderung zu gewähren, wird zu Beginn des Schuljahres ein individueller Förderplan erstellt. Die Voraussetzung für eine individuelle Förderung ist die genaue Beobachtung und Analyse der Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Bereichen Wahrnehmung/Motorik, Lern- und Arbeitsverhalten sowie soziale und emotionale Entwicklung. Daraus lassen sich die Entwicklungsfelder und sonderpädagogischen Maßnahmen ableiten, die den Schüler bei der Verhaltensänderung unterstützen können. Der Förderplan trägt einen lösungsorientierten Charakter.

Unterricht und Unterrichtsmethodik
Jeder Pädagoge an unserer Schule versteht die konsequente Umsetzung der gültigen Mittelschullehrpläne und Lehrpläne der Schule zur Lernförderung unter den Bedingungen der Schule für Erziehungshilfe als Arbeitsauftrag. Eine klare Strukturierung und Differenzierung bei der täglichen Unterrichtsarbeit ist dabei eine wichtige Grundvoraussetzung. Unterrichtsmethoden wie das Lernen an Stationen, Gruppen- und Freiarbeit sowie Projektarbeit werden angewendet. In allen Klassenstufen und Fächern erfolgt die immanente und gezielte Vermittlung von Lernstrategien unter dem Thema "Lernen lernen", fächerverbindender Unterricht und die Teilnahme an Kompetenztests in den entsprechenden Klassen, um für die Schüler im Mittelschulbildungsgang die Rückkehr an die Regelschule fachlich abzusichern.

Professionalität
An unserer Schule herrscht eine offene und freundliche Arbeitsatmosphäre, die von der Achtung der Kollegen untereinander und ihrer geleisteten Arbeit geprägt ist. Dabei kann jeder Kollege konstruktive Kritik üben, Stärken und Schwächen in unserer Arbeit aufzeigen und Vorschläge zur Verbesserung anbringen.
Die gezielte Weiterbildung aller Kollegen ist für die individuelle Entwicklung der Lehrerpersönlichkeit und die Weiterentwicklung unserer Schule von besonderer Bedeutung. Jeder Kollege ist angehalten, sich regelmäßig über Fortbildungsangebote zu informieren. Alle Kolleginnen und Kollegen bilden sich entsprechend ihrer Unterrichtsfächer, unserer Schulspezifik, ihrer speziellen Aufgaben in der Arbeit mit den Schülern oder im Kollegium regelmäßig fort. Dabei werden auch schulinterne Fortbildungsmaßnahmen zu Themen durchgeführt, die alle Kollegen betreffen, z.B. die Gestaltung der Förderpläne, Umgang mit Stresssituationen, Besonderheiten unserer Schüler u.ä.

Zusammenarbeit mit anderen Erziehungs- und Bildungsträgern
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule ist für unsere tägliche Bildungs- und Erziehungsarbeit zwingend erforderlich. Dazu gehören individuelle Absprachen, Elternbesuche, Elternabende, Elternrat und die Schulkonferenz. Wir arbeiten eng mit Jugendamt (z. B. Hilfeplangespräche), Wohngruppen, medizinischen Einrichtungen (fachbezogene Diagnostik), Schulpsychologie (Fallbesprechungen) und jugendpsychiatrischem Dienst zusammen.

Arbeit der Schulleitung
Die Schulleitung sorgt durch die Verteilung der Lehraufträge, die Stunden- und Terminplanung und durch Einhaltung des gesetzlichen Rahmens für einen geregelten und ordnungsgemäßen Schulablauf. Ihr obliegt die Pflege und Weiterentwicklung des pädagogischen Profils durch eine grundsätzlich lösungsorientierte Arbeitsweise, durch pädagogische und fachliche Beratung und Begutachtung, durch Multiplikation schulpolitischer Entscheidungen und ausgeschriebener Fortbildungsangebote. In diesem Sinne werden Schulkonferenzen und Dienstberatungen sachbezogen vorbereitet und zielorientiert durchgeführt.
Die Schulleitung arbeitet eng mit dem Schulträger, der Schulaufsichtsbehörde, dem Personalrat dem Schulelternrat und der Schülervertretung zusammen und vertritt die Schule in der Öffentlichkeit.

Jürgen Mantel
(SL)